Eine sichere Geldanlage in Zeiten von Finanzmarktkrise und Staatsverschuldung

Wie groß muss der Euro-Rettungsschirm sein, damit alle Krisenländer darunter passen? Wer folgt nach Griechenland und Ungarn? Italien, Portugal, ???.

Die Krisenbekämpfung im Fall Griechenland dauert nun schon 2 Jahre an und belastet die gesamte Eurozone. Hunderte Milliarden Euro wurden bereits aufgewendet. Zusätzlich zur Bankenrettung. Auch dies ein Thema, daß Europa seit 2008 beschäftigt. Schon längst ist klar, daß Eurorettung und Bankenrettung eng miteinander verknüpft sind.
Welche Wege führen aus dieser Krise? Und was bedeutet das für Anleger?

 

Weg 1

Bis jetzt verfolgen die Staats-Chefs der Euroländer den Weg des Sparens und Hoffen auf eine Unterstützung durch mehr Wirtschaftswachstum. Ein langer und sehr harter Weg mit vielen Einschnitten vor allem im Sozialbereich. Für Deutschland ist zu befürchten, dass auch die ohnehin schon zu niedrigen Bildungsausgaben weiter zusammengestrichen werden. Damit würden wir unseren einzigen Trumpf im globalen Wettbewerb – unsere Innovationskraft auf`s Spiel setzen. Schon heute sind enorme Ausbildungsdefizite erkennbar. Kürzere Schul- und Studienzeiten und Schmalspurausbildung statt Förderung von Freidenkertum, Visionskraft und Forschergeist.
Angesichts einer sich ankündigenden Abschwächung des Wirtschaftswachstums scheint mir dieser Weg nicht geeignet. Als lebensverlängernde Massnahme genügt er allenfalls unseren mutlosen Politikern bis in die nächste Wahlperiode.
Weg 2

Der zweite denkbare Weg wäre ein Auseinanderbrechen der Eurozone nach dem Ausscheiden der Hauptkrisenländer. Extreme Wohlstandsverluste und damit einhergehender sozialer Unfrieden könnten dazu führen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist ziemlich hoch. In der Folge käme es zu einer noch stärkeren Krise für das Finanzsystem. Banken und Versicherungsgesellschaften würden in Mitleidenschaft gezogen. Auch Wohlstandsverluste bei den Bürgern der übrigen Länder wären die weitere Folge. Es ginge auch bei uns im wahrsten Sinne der Worte „um`s Eingemachte“ – also um die Altersvorsorgeersparnisse der Bürger.
Weg 3

Der dritte und volkswirtschaftlich logische Weg wäre eine Hyperinflation. Schon jetzt ist weltweit viel zu viel Geld im Umlauf. Die Zinssätze liegen nahe Null. Erstmals in de Geschichte der Bundesrepublik kam es im Januar sogar zu Negativzinsen am Kapitalmarkt. Auch Dänemark, die Niederlande und die Schweiz profitierten von Negativzinsen. Kommt es im Verlaufe des Jahres zu eine Nachfrageabschwächung und weiter sinkenden Preisen, so droht eine Deflation. Noch mehr billiges Geld in die Märkte wäre die Antwort.
Weg 4

Amerika steht wirtschaftlich auch nicht besser da als Europa. Zudem stehen Präsidentenwahlen an. Ein Iran-Krieg könnte von all diesen Problemen ablenken. Es wäre nicht der erste Machterhaltungskrieg Amerikas im Rahmen einer Präsidentschaftswahl. Ein nicht unwahrscheinliches aber gefährliches Szenario, da sowohl China als auch Russland enge Kontakte zum Iran pflegen und es auch hier wieder einmal um die Resource Öl ginge.
Fakt ist

es gibt keine sichere Geldanlage in Zeiten wie diesen. Die Möglichkeiten beschränken sich auf eine breites mögliche Diversifikation des Anlageportfolios. Sachwerte sind Trumpf. Immobilien haben noch jede Krise auch Krieg überstanden. Möglichst global verteilt und in unterschiedlichen Währungen. Energie und Wasser werden definitiv die Themen der nächsten Jahrzehnte. Gold als Beimischung kann unabhängig vom Kurs nicht falsch sein. Ein Währungsschnitt als letzter Schritt wird irgendwann kommen.

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