Frauen gegen Altersarmut

Frauen gegen Altersarmut - Grundsicherung als Lohn für Dienst an der Gesellschaft

Bundesarbeitsministering Ursula von der Leyen schockte die Bundesbürger am vergangenen Wochenende mit der Nachricht: Das große Problem ist die beschlossene Absenkung des Rentenniveaus bis 2030 von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns. Deshalb bekämen vom Jahr 2030 an selbst Arbeitnehmer, die heute 2500 Euro brutto im Monat verdienten und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet hätten, nur eine gesetzliche Rente in Höhe der Grundsicherung von 688 Euro.

Kommentar von Silke Engel, RBB (ARD): Zuschussrente und von der Leyens Schock-Statistiken

Und so stellt die Bild-Zeitung (BAMS, 02.09.2012) die aktuellen Rentenzahlen dar:

 

 

 

 

 

 

 

Interview-Beitrag mit Philipp Mißfelder (Vorsitzender Junge Union) zur Problematik der drohenden Altersarmut und Renten auf Grundsicherungsniveau: „Eine Bankrotterklärung des deutschen Rentensystems.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund sprach angesichts der von der Bundesarbeitsministerin genannten der Zahlen von einem „Sturzflug der Rente“. Dem Vorschlag einer  Zuschussrente als Mittel gegen die drohende Altersarmut erteilte Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied im DGB eine Klare erteilte Absage. In diesem Zusammenhang sei die  geplante Senkung des Rentenbeitrags „absolut unvernünftig“. Denn: „Wer heute die Beiträge senkt, kürzt die Rente von morgen“.

Spricht von der Leyen von über 36% der Bundesbürger, die ab 2030 massiv von Altersarmut bedroht sind, so dürfte es, differenziert nach Männern und Frauen, vor allem die Frauen treffen. Insbesondere die Frauen, die durch Kindererziehungszeiten einen überproportionalen Einsatz für unsere Gesellschaft und für frische Rentenbeitragszahler erbracht haben, kommen in unserem Rentensystem am schlechtesten weg.

Zudem arbeiten in den niedrig bezahlten Berufen und Jobs überwiegend Frauen, die sich durch das eigenen Einkommen keinerlei private Zusatzrente (meist nicht einmal die geförderte Riesterrente) leisten können.

Infolge der statistisch längeren Lebenserwartung leiden diese Frauen dann am Lebensabend um so länger unter der Altersarmut.

Die folgende Infografik verdeutlicht das Dilemma und zeigt, dass Eigeninitative und Umdenken nötig sind, um gegen die drohende Verarmung im Alter anzukämpfen.

Infografik: Frauen gegen Altersarmut - Clevere Altersvorsorge?

 

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